Vom Kuhfladenplatz zur modernen Sportanlage Bruggfeld

100 Jahre auf der Suche nach dem perfekten Platz

Als die ersten Fussballer in Bischofszell zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihrem Hobby nachgingen, war Fussball noch weit entfernt von modernen Sportanlagen, Flutlicht und Garderoben. Gespielt wurde dort, wo gerade Platz war – manchmal wortwörtlich zwischen Kuhfladen, auf holprigen Wiesen oder neben Fabrikarealen. Hauptsache, der Ball rollte.

Elf Plätze bis zum Sportplatz Bruggfeld

Die Geschichte des FC Bischofszell war deshalb lange auch eine Geschichte der ständigen Platzsuche. Kaum hatte man sich irgendwo eingerichtet, ging das grosse Verschieben wieder los. Von der Bruggmühlewiese zur Wiese Zaugg, weiter zur Tobelwiese, später zum Schützengütli oder zur Pomolfabrik – insgesamt elfmal wechselte der Verein seinen Standort. Die Vereinschronik sprach passend vom ewigen «Hin und Her mit dem Sportplatz».

Manche Plätze hatten dabei mehr Charme als perfekte Platzverhältnisse. In der Chronik ist etwa vom legendären «Kuhfladenplatz» an der Ibergstrasse die Rede. Auch Drainagen waren damals eher Wunsch als Realität – der Ball blieb öfter im Schlamm hängen als im Tornetz.

Die Suche nach dem richtigen Platz von 1909 bis 1980
Ein Zuhause für Generationen

Erst mit dem Bruggfeld erhielt der FC Bischofszell 1980 endlich ein richtiges Zuhause. Für den Verein war das ein echter Wendepunkt. Endlich kein Provisorium mehr, keine dauernden Diskussionen über den nächsten Umzug und vor allem: ein Platz, auf dem man nicht zuerst prüfen musste, ob Kühe Vortritt hatten.

Mit dem neuen Zuhause begann auch die Entwicklung des Vereins. Der FC Bischofszell wuchs stetig – besonders im Juniorenbereich. Heute trainieren Woche für Woche zahlreiche Kinder und Jugendliche auf dem Bruggfeld. Das Vereinsleben ist lebendig, die Teams werden mehr und die Begeisterung für den Fussball ungebrochen.

Die Zukunft braucht Platz

Doch der Erfolg bringt auch neue Herausforderungen. Die bestehenden Plätze geraten zunehmend an ihre Grenzen. Gerade im Winter oder bei schlechtem Wetter wird improvisiert, verschoben und organisiert. Man könnte fast sagen: Ein bisschen vom alten «Hin und Her» ist bis heute geblieben.

Nun steht deshalb der nächste grosse Meilenstein der Vereinsgeschichte bevor. Mit dem geplanten Kunstrasenplatz schafft der FC Bischofszell die Grundlage für die Zukunft. Der Entscheid der Bevölkerung und der Stadt Bischofszell zugunsten des Projekts zeigt, welchen Stellenwert der Verein und die Nachwuchsarbeit haben.

Der Weg vom einfachen Wiesenplatz bis zur modernen Kunstrasenanlage erzählt damit weit mehr als nur die Geschichte eines Fussballvereins. Er erzählt von Wandel, Wachstum und von Generationen, die den FCB geprägt haben.

Dein Platz auf dem Bruggfeld

Mit dem laufenden Verkauf der Kunstrasenparzellen kann jede und jeder Teil dieses nächsten Kapitels werden. Jede Parzelle hilft mit, die Zukunft des FC Bischofszell weiterzubauen – damit auch kommende Generationen ihren Platz auf dem Bruggfeld finden.